Wettbewerb Siemens-Kinderkrippen Deutschland

 

Platzierung im Wettbewerb:  Sonderpreis


Auslober

Siemens AG


Projektort

Konzeptplanung zur deutschlandweiten Umsetzung


Preisgericht

Prof. Maya Reiner, München/Kassel

Gerd Frese, Nürnberg

Oliver Graff, SWG Erlangen/München

 

Zusätzliches

Bislang realisiert in Erlangen und Bocholt

Wettbewerbe Aktuell 03/2009

P9702      WBW SieKids


idee: verstecken unter dem tischtuch

münchen, bayern, deutschland

sonderpreis beim wettbewerb 2009


Wie haben Sie die Wettbewerbsaufgabe interpretiert?

Es ging uns vorwiegend um die Prägung einer Nahtstelle in Form eines fliessendes Überganges der grossen Erwachsenenwelt in die Welt der Kinder und umgekehrt. Die Empfindungen des Räumlichen in den ersten Lebensjahren ist dabei vorwiegend von Sinneserfahrungen, wie Geborgenheit und Rückzug aber auch von neugieriger Dynamik und spielerischem Entdecken und Verstecken geprägt. Diesen Wesenszügen wollten wir einen räumlichen Ausdruck verleihen. Ebenso zu beachten waren jedoch auch die Anforderung an ein inneren Organismus , der einer modularen Zuordnung von Raumgruppen und einer übersichtlichen Orientierung Rechnung tragen soll . Die Wünsche des Bauherren einen Wiedererkennungswert durch die Architektur zu schaffen ,sahen wir nicht in einer modulhaften Vervielfältigung und Stapelung von Raumguppen.

Worin lag die Herausforderung der Aufgabenstellung?

Die Idee der fliessenden Räume unter einer grossen Tischplatte lässt uns hier viele Freiheiten einer individuellen Gestaltung und Raumzuordnung. Eine besondere Herausforderung war es, ein Signe für alle künftigen Kinderkrippen das Hauses Siemens zu entwerfen. Am Anfang waren wir nicht sicher, ob dies allein durch die Form des Gebäudes und durch architektonische Merkmale zu leisten wäre. Die Anforderung an verschiedensten Orten, auf unterschiedliche städtebauliche Gegebenheiten eingehen zu können, sowohl in Geschossigkeit und räumlicher Dimension war wesentlich für unseren Entwurfansatz.


 





Worin liegt hier der Spagat zwischen Entwurfsgedanken und Corporate Design?

Nun, anknüpfend an das Gesagte war dies im Sinne unserer Entwurfsidee eines heiteren, schwebenden Tischtuches das niemals den Boden berührt kein Spagat mehr, sondern Beides zugleich. Nämlich eine wesenhafte Unverwechselbarkeit, die auch durch Variation und Anpassung an unterschiedliche Orte niemals verloren geht.

Welche Besonderheiten hinsichtlich Konstruktion und Material zeichnen Ihren Vorschlag aus?

Die Gestik des Tischtuches soll vor allem stoffliche Wärme und textile Leichtigkeit vermitteln. Sie besteht aus wetterbeständigen , farbig perforierten Schichtstoffplatten, welche durch ihre Semitransparenz zugleich Licht- und Sonnenfilter für die Krippenräume sind. Gleichzeitig überzeichnen diese durch ihre deutlich erhöhte Brüstungsfunktion über die Tischplatte hinaus die Signewirkung und Prägnanz bei erdgeschossigen Einrichtungen. Die konstruktiv tragende Platte ermöglicht eine hohe räumliche Flexibilität bei allen 1 und 2- geschossigen Einrichtungen. Die Auskragung ermöglicht vielseitig nutzbare und geschützte Frei- und Übergangsräume vor den Krippenbereichen, aber auch im Eingangsbereich und vor Mehrzweckräumen. Gedacht ist an ein konstruktives Holzbau- Raster- System mit hohem Vorfertigungsanteil.


 

Unser Kinderkrippen Modell zeigt bereits Details zur Fassade und dem Holzmodulbau
Unser Kinderkrippen Modell mit leuchtend grüner transparenter Fassade nach dem Motto verstecken unterm Tischtuch realisiert in Erlangen
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